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Samsung startet in den USA erste Co-Brand-Kreditkarte mit Barclays

Technologie

Eine Person bezahlt in einem Geschäft mit einem Samsung-Smartphone über die Wallet-App.
Eine Person bezahlt in einem Geschäft mit einem Samsung-Smartphone über die Wallet-App.

Wichtige Punkte

  • Samsung führt mit Barclays in den USA die Galaxy Card ein.
  • Die Karte ist in Samsung Wallet integriert und bietet bis zu 5 Prozent Cashback bei Samsung-Käufen.
  • Ein Start in Europa oder im DACH-Raum ist bislang nicht angekündigt.

Samsung Electronics hat in den USA seine erste Co-Brand-Kreditkarte eingeführt. Die Samsung Galaxy Card entsteht in Partnerschaft mit Barclays und läuft über das Visa-Netzwerk. Für den Konzern ist das ein Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts im wichtigsten Konsumentenmarkt und ein weiterer Schritt, um das eigene Geräte- und Zahlungsökosystem stärker zu monetarisieren.

Nach Unternehmensangaben können berechtigte Kunden seit Montag im Rahmen eines Frühzugangs einen Antrag stellen. Für die breite Öffentlichkeit soll dies ab dem 22. Juli 2026 möglich sein. Die Karte wird von Barclays US Consumer Bank ausgegeben und ist vollständig in Samsung Wallet eingebunden. Antrag, Kontoverwaltung, Ausgabenübersicht und Einlösung von Prämien laufen direkt in der App. Neben einer virtuellen Version gibt es eine physische Metallkarte.

Im Zentrum steht ein Bonusprogramm, das Käufe im eigenen Ökosystem begünstigt. Samsung nennt 5 Prozent Cashback auf qualifizierte Käufe direkt beim Konzern, darunter Vorbestellungen neuer Galaxy-Geräte. Weitere veröffentlichte Konditionen nennen 3 Prozent auf Zahlungen über Samsung Wallet, 2 Prozent bei ausgewählten Streaming-Diensten und 1 Prozent auf sonstige Einkäufe. Hinzu kommt ein Willkommensbonus von 200 US-Dollar, wenn Karteninhaber in den ersten 90 Tagen 2.000 US-Dollar umsetzen. Auch das Samsung-VIP-Programm ist in die Prämienstruktur eingebunden.

Für Anleger ist vor allem die strategische Bedeutung relevant. Samsung war in den USA bereits mit Samsung Money by SoFi im digitalen Bankgeschäft aktiv, bislang aber nicht mit einer klassischen Kreditkarte unter eigener Marke. Die Galaxy Card schließt diese Lücke. Der Konzern erschließt sich damit einen zusätzlichen Erlöskanal aus Gebühren, Zinsmargen und stärkerer Kundenbindung. Zugleich kann das Angebot den Absatz von Geräten und Diensten stützen, wenn hohe Cashback-Sätze den Einkauf im Samsung-Universum attraktiver machen.

Die Einführung kommt nicht überraschend. Seit Ende 2025 gab es Berichte über fortgeschrittene Gespräche zwischen Samsung und Barclays zu einer Visa-Kreditkarte in den USA. Damals war auch von weiteren möglichen Finanzprodukten wie hochverzinslichen Sparkonten, digitalen Guthabenkonten oder Ratenzahlungsangeboten die Rede. Eingeführt ist bislang aber nur die Galaxy Card. Ob und wann weitere Produkte folgen, ist offen.

Für Barclays bedeutet die Partnerschaft Zugang zu einem technologieaffinen US-Kundenstamm unter einer global bekannten Marke. Visa sichert sich zusätzliches Zahlungsvolumen auf seinem Netzwerk. Für global aufgestellte Anleger in Samsung Electronics, Barclays oder Visa ist die Karte deshalb mehr als ein Marketingprodukt. Sie zeigt, dass große Technologiekonzerne Zahlungsverkehr und Konsumentenfinanzen weiter in ihre Plattformen einbetten.

Ein direkter DACH-Bezug ergibt sich bisher nicht. Die Galaxy Card startet ausschließlich in den USA. Verifizierte Angaben zu einer Einführung in Europa, Deutschland, Österreich oder der Schweiz liegen nicht vor. Auch belastbare Aussagen zu erwarteten Ausgabevolumina oder Ergebnisbeiträgen fehlen. Die kurzfristige finanzielle Wirkung bleibt damit unklar. Als strategisches Signal ist der Schritt jedoch eindeutig: Samsung baut sein US-Finanzangebot aus und rückt näher an Wettbewerber heran, die Hardware, Wallet und Bezahlprodukte bereits enger verzahnen.

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